Umbruch – Fotoausstellung in der Kommunalen Galerie 6. – 18.4.2021

Die aktuelle Lage zeigt uns Menschen auf der ganzen Welt, wie schnell Verhältnisse umbrechen und wir mit einer völlig neuen Situation konfrontiert sind. Nicht immer ist es leicht, im Ungewissen optimistisch in die Zukunft zu blicken. Änderungen bringen Unsicherheiten und Ängste mit sich. Doch Umbrüche bieten auch Raum für Veränderung und Verbesserung. Es bieten sich Gelegenheiten, ungewöhnliche Dinge zu tun. Umbrüche können also auch positive Auswirkungen haben und Weiterentwicklungen vorantreiben. Umbrüche sind wie eine Reise. Sie erfordern Mut, Neues zu wagen, um die Welt und sich selbst besser kennenzulernen und am Ende daran zu wachsen.

Auch in der Natur kommt es zu Umbrüchen: Zellen mutieren, Materie-Teilchen wechseln ihre Form, Richtung oder zerfallen, ökologische Systeme brechen zusammen oder entstehen neu. Die Natur ist geprägt von diesem Prozess, von sich schlagartig verändernden Zuständen, obwohl wir das so meistens nicht wahrnehmen.

Der Prozess, der durch Spannung, Veränderung, einen kritischen Moment kurz vor dem Umbruch bis hin zu einem neuen Ist-Zustand beschrieben werden kann, war in diesem Foto-Projekt von größtem Interesse. Die Schüler*innen setzten sich mit dem Umbruch als Prozess auseinander und fanden individuelle Anhaltspunkte für eine eigene fotografische Reihe.

Auch geschichtliche Aspekte, Zukunftsträume, persönliche Begegnungen, gesellschaftliche Veränderungen und soziale Porträts spielten hierbei eine Rolle. Mithilfe der Kamera spürten sie in ihrem alltäglichen Leben Umbrüche auf, die zu einer Neugestaltung oder Neuordnung der Welt auffordern oder führen können. Zu einem Aufbruch im Umbruch.

Gefördert durch den Verein „Freunde des Heinz-Berggruen-Gymnasiums“

© Kommunale Galerie