Medienausstattung

Die Medienausstattung der Fach- und Klassenräume folgt einem dezidierten Konzept. Dieses ist an den Kriterien Universalität, Qualität, Ökologie, Ökonomie und Benutzerfreundlichkeit ausgerichtet.
Um diesen vielfältigen Anforderungen zu genügen gibt es keine Dogmen, weshalb neben den neuen Medien die herkömmlichen Kreidetafeln erhalten bleiben. Über diese Koexistenz herrscht an der Schule Konsens.
Neben interaktiven Whiteboardssystemen mit PC sowie den Kreidetafeln gehören ein DVD-Spieler und eine Dokumentenkamera zur Raumausstattung. Diese Peripheriegeräte sind direkt mit dem Beamer verbunden (HDMI/VGA) und dadurch sehr schnell und sicher einsatzbereit. Mit Hilfe der Dokumentenkameras können anders als mit den  bisherigen OH-Projektoren jegliche Art von Vorlagen – also auch Gegenstände – in einem weiten Vergrößerungsbereich lichtstark projiziert werden.

Zur Realisierung der beschriebenen Ziele setzt das Heinz-Berggruen-Gymnasium auf Beamer mit LED/Laser-Lichtquelle (i.A. CASIO F100W, F210WN, UT310WN), da deren Bildqualität über viele Jahre konstant brillant ist, sie kein Quecksilber enthalten und ihr Energiebedarf reduziert ist. Trotz der ggf. erhöhten Anschaffungskosten von LED-Beamern wird aufgrund der mehrfachen Lebensdauer und der geringeren Lebenszykluskosten eine deutliche Senkung der Gesamtkosten im Vergleich zum Einsatz von UHP-Beamern erwartet. Zudem können Beamer mit UHP-Lampe nicht als zukunftssicher angesehen werden, da aufgrund der Minamata-Konvention und den daraus resultierenden gesetzlichen Bestimmungen voraussichtlich ab 2020 quecksilberhaltige Lampen weder produziert noch importiert werden dürfen.

Bedingt durch die unterschiedlichen Anschaffungsjahre und Finanzierungen gibt es an der Schule drei Varianten dieses Konzepts:

Board_mit_UT310WN

1. Interaktive Tafeln

Da diese Ausstattung die älteste im Hause ist, werden die ursprünglichen mit Quecksilberdampflampen ausgestatteten Beamer am Ende ihrer Lebensdauer durch LED-Beamer ersetzt (Anleitung als PDF). In so ausgestatteten Räumen wurden die Kreidetafeln verkleinert bzw. durch Whiteboards ersetzt, um nicht mit den interaktiven Tafeln zu kollidieren.

Fachraum_OHprojektorfrei

2. Dualsysteme mit interaktiver Tafel und Kreidetafel

Diese sehr elegante Lösung kommt in den vollständig neu gestalteten naturwissenschaftlichen Fachräumen zum Einsatz, bei denen die zur Verfügung stehende Wandfläche stark eingeschränkt ist. Diese Boards sind überwiegend noch mit UHP-Beamern ausgestattet.

Klassenraum_LED

3. Räume mit LED-Beamer und interaktivem Whiteboard (Standardausstattung für Klassenräume)

Das Bild des Beamers (F210WN) wird auf die Stirnwand des Klassenraums projiziert. Die Kreidetafel wurde einen Meter seitlich versetzt, damit auf der Wand ausreichend Platz für die Projektion vorhanden ist. Aufgrund der Lichtstärke der Beamer von 3500 ANSI-Lumen ist die Projektion auch bei Tageslicht hell und kontrastreich.

CASIOProjektor

Die Projektion ist auch ohne Verwendung einer interaktiven Tafel vollständig interaktiv. Die Steuerung erfolgt über das drahtlose Whiteboardsystem IW2. Hierzu wird eine Sensorkamera auf dem Beamer befestigt, die die Bewegungen des zugehörigen Whiteboardstifts auf der Projektionsfläche an den PC übermittelt.

Test_Zauberstift

Mit Hilfe dieses Whiteboardstifts (schulintern ‚Zauberstab‘ genannt) ist die vollständige interaktive Kontrolle des Tafelbilds bzw. dessen Modifikation möglich.

Diese Lösung bietet gegenüber klassischen interaktiven Tafeln eine wesentlich größere Tafel- und Projektionsfläche sowie eine signifikante Platz- und Kostenersparnis.

Realisierung der relevanten Kriterien:

  • Universalität: 5 Medien (PC, interaktives Whiteboard, Dokumentenkamera, DVD, Kreidetafel) jederzeit verfügbar
  • Qualität: brillante Projektion aller Inhalte, Tageslichtfähigkeit
  • Ökologie: kein Quecksilber in der Beamerlampe, geringer Energiebedarf (Gesamtsystem im Betrieb typ. 140W, Standby<1W), langlebig (mehr als 10 Jahre werden erwartet)
  • Ökonomie: geringe TCO durch reduzierte Gesamtsystem-Beschaffungskosten und  geringe Wartungskosten (alle Komponenten wartungsfrei bis auf die notwendige PC-Systempflege und ggf. anfallende Reparaturen)
  • Benutzerfreundlichkeit:
    + kurze Einschaltzeiten (PCs werden vor Unterrichtsbeginn ferngesteuert hochgefahren, Start von SSD): Beamerstartzeit (<6s), PC Logindauer (<15s), Dokumentenkamera (sofort bereit), DVD-Startzeit (<20s)
    + einfache Bedienbarkeit durch zentrale Steuerung aller Auswahlen über die Fernbedienung des Beamers (auch Ton) = keine Umschalter, kein Umstecken
    + hohe Zuverlässigkeit (MTBF im Bereich vieler Monate)

Dokumentenkameras

Noch vor kurzem befand sich in jedem Unterrichtsraum am Heinz-Berggruen-Gymnasium ein OH-Projektor. Aktuell sind nur noch wenige OH-Projektoren im Einsatz, da diese nahezu vollständig durch Dokumentenkameras ersetzt wurden, um in der ganzen Schule die didaktischen Möglichkeiten nutzen zu können, die sich aus der systematischen Überlegenlegenheit der Dokumentenkameras ergeben:
 
  • Die Qualität der Projektion und damit deren Lesbarkeit ist ein Vielfaches besser.
  • Es müssen keine Folien mehr im Vorfeld hergestellt werden; auch Buchvorlagen können projiziert werden.
  • Gegenstände, Anzeigen und sogar Versuchsaufbauten können abgebildet werden.
  • Die Abbildung kann stufenlos vergrößert bzw. verkleinert werden.
  • Es gibt keine Blendung durch die Projektionslampe und keinen nervigen Heißluftstrom mit Lüftergeräusch.

Prinzipiell lassen sich alle gängigen Dokumentenkameras über USB mit einem PC verbinden und so die Bilder sogar am PC weiter verarbeiten. Dafür ist jedoch der Start von Software und deren Bedienung erforderlich. Am Heinz-Berggruen-Gymnasium liegt der Fokus auf der schnellen Inbetriebnahme und dem möglichst simplen Betrieb der Dokumentenkameras, weshalb diese direkt mit dem Beamer verbunden sind.

Es kommt überwiegend das Modell VZ-1 von IPEVO zum Einsatz. Für einen Preis unterhalb dem eines OH-Projektors erhält die Schule eine 5 Megapixel-Kamera mit Autofokus, Hilfslicht und VGA-Anschluss. Der Abbildungsmaßstab lässt sich benutzerfreundlich über den Abstand Objekt-Objektiv einstellen.
Um die Kamera sicher zu verwahren aber keine Aufbauarbeit zu haben, sind die Dokumentenkameras auf Auszügen in den vielfach vorhandenen Wandschränken montiert und können bequem herausgezogen werden.

In Räumen, die nicht mit einem Wandschrank ausgestattet sind, ist eine verschließbare Medienbox montiert, in der die Dokumentenkamera, der PC, der DVD-Spieler sowie die Fernbedienungen untergebracht sind.

In der Box lassen sich alle Geräte so plazieren, dass ein schneller und sicherer Zugriff gewährleistet ist.

Die Frontklappe dient nach Ihrer Öffnung als Standfläche für die Dokumentenkamera.