Medienausstattung

Die Medienausstattung der Fach- und Klassenräume folgt einem dezidierten Konzept. Dieses ist an den Kriterien Universalität, Qualität, Ökologie, Ökonomie und Benutzerfreundlichkeit ausgerichtet.
Um diesen vielfältigen Anforderungen zu genügen gibt es keine Dogmen, weshalb neben den neuen Medien die herkömmlichen Kreidetafeln erhalten bleiben. Über diese Koexistenz herrscht an der Schule Konsens.

Die Schule verfügt über 40 Unterrichtsräume, die alle an das Netzwerk der Schule angeschlossen sind und alle über einen eigenen WLAN-Accesspoint verfügen. Diese sind zentral verwaltet und werden von leistungsstarken Switches via PoE mit Strom versorgt, so dass keine eigene Stromversorgung erforderlich ist.
Das Netzwerk der der Schule ist über eine GigaBit-Glasfaserleitung mit dem Internet verbunden.
Natürlich verfügt jeder Unterrichtsraum über eine Video- und Audiowiedergabemöglichkeit.

Nutzung der Lehrkräfte-Laptops

und natürlich auch anderer digitaler Endgeräte

Im Jahr 2021 hat die Senatsverwaltung für Bildung den Berliner Lehrkräften sog. Lehrkräfte-Laptops zur Verfügung gestellt; im Falle des HBGym Surface Go Geräte. Diese können sinnvoll genutzt werden, wenn
(1) eine schnelle WLAN-Anbindung vorhanden ist und 
(2) sich die Geräte der Lehrkräfte unkompliziert mit der Projektionsmöglichkeit im Klassen- /Fachraum verbinden lassen.
Beides Rahmenbedingungen, die bisher den Schulen i.A. nicht zentral zur Verfügung gestellt werden. Anders am Heinz-Berggruen-Gymnasium:

Realisierung (1)
Mit über 45 fest installierten Accesspoints, die über das Cat6-Netzwerk direkt mit dem GigaBit-Glasfaseranschluss der Schule verbunden sind ist eine lückenlose Highspeed-Verbindung in der ganzen Schule auch per WLAN sichergestellt. 

Realisierung (2)
Die Surface Geräte haben die besondere Eigenschaft, dass Sie parallel zur WLAN-Verbindung eine Verbindung über Miracast aufbauen können und so ihr Bild auf einem externen Monitor (hier also Beamer/Whiteboard) mit Ton ausgeben können. Nach einigem Experimentieren ist es gelungen, geeignete Miracast-Adapter zu finden, die eine störungsfreie Übertragung ermöglichen. Entweder sind diese am zweiten HDMI-Eingang des Beamers/Whiteboards oder über einen geeigneten Umschalter mit diesem verbunden.
Auch Apple-Geräte lassen sich so drahtlos mit den Projektionsmöglichkeiten im Klassen-/Fachraum verbinden. Hierzu müssen alle Miracast-Adapter am LogoDIDACT-Schulserver angemeldet sein.

Wie in der Überschrift angedeutet ist dieses Konzept für alle im Rahmen des BYOD-Konzepts der Schule eingesetzten Endgeräte vorzüglich nutzbar. So können Tablets, Laptops und Handys von Lehrkräften und Lernenden jederzeit auf die digitalen Ressourcen eines Unterrichtsraums zugreifen.

zu (1 ) WLAN Accesspoint

Accesspoint

zu (2) Miracast Adapter

Dongle

Fest installierte Raumausstattung

Dies ist die etwas ältere Ausstattung der 2010er Jahre. Hier war das WLAN noch nicht leistungsfähig genug und die Vernetzung erfolgt drahtgebunden. Heute sind die Endgeräte dieser Ausstattung perfekt für Nuter:innen ohne eigenes Endgerät geeignet.

Neben interaktiven Whiteboardssystemen mit PC sowie den Kreidetafeln gehören ein DVD-Spieler und eine Dokumentenkamera zur Raumausstattung. Diese Peripheriegeräte sind direkt mit dem Beamer verbunden (HDMI/VGA) und dadurch sehr schnell und sicher einsatzbereit. Mit Hilfe der Dokumentenkameras können anders als mit den früher verwendeten OH-Projektoren jegliche Art von Vorlagen – also auch Gegenstände – in einem weiten Vergrößerungsbereich lichtstark projiziert werden.

Aufgrund der in 20 Jahren im Bereich der elektronischen AV-Präsentation gesammelten Erfahrungen setzt das Heinz-Berggruen-Gymnasium zur Realisierung der beschriebenen Ziele auf Beamer mit LED/Laser-Lichtquelle (i.A. CASIO F100W, F210WN, UT310WN), da deren Bildqualität über viele Jahre konstant brillant ist, sie kein Quecksilber enthalten und ihr Energiebedarf reduziert ist. Trotz der ggf. erhöhten Anschaffungskosten von LED-Beamern wird aufgrund der mehrfachen Lebensdauer und der geringeren Lebenszykluskosten eine deutliche Senkung der Gesamtkosten im Vergleich zum Einsatz von UHP-Beamern erwartet. Leider hat die Firma Casio die Produktion dieser Geräte 2020 eingestellt.

Bedingt durch die unterschiedlichen Anschaffungsjahre und Finanzierungen gibt es an der Schule drei Varianten dieses Konzepts:

1. Interaktive Tafeln

Board_mit_UT310WN

Diese Ausstattung gibt es in zwei Varianten:
Einerseits aktuelle Tafeln der Firma Promethean mit LED-Beamer und Finger-/Stiftbedienung.
Und andererseit noch einige ältere Boards, die  ursprünglichen mit Beamern mit Quecksilberdampflampen ausgestattet waren. Hier haben wir diese durch LED-Beamer ersetzt (Anleitung als PDF).
In allen diesen Räumen wurden die Kreidetafeln verkleinert bzw. durch Whiteboards ersetzt, um nicht mit den interaktiven Tafeln zu kollidieren.

 

2. Dualsysteme mit interaktiver Tafel und Kreidetafel

Fachraum_OHprojektorfrei

Diese sehr elegante Lösung kommt in den vollständig neu gestalteten naturwissenschaftlichen Fachräumen zum Einsatz, bei denen die zur Verfügung stehende Wandfläche stark eingeschränkt ist. Diese Boards waren zum Zeitpunkt der Beschaffung (2016/18) leider lediglich mit UHP-Beamern erhältlich.

 

3. Räume mit LED-Beamer und interaktivem Whiteboard (Standardausstattung für Klassenräume)

Klassenraum_LED

Das Bild des Beamers (F210WN) wird auf die Stirnwand des Klassenraums projiziert. Die Kreidetafel wurde einen Meter seitlich versetzt, damit auf der Wand ausreichend Platz für die Projektion vorhanden ist. Aufgrund der Lichtstärke der Beamer von 3500 ANSI-Lumen ist die Projektion auch bei Tageslicht hell und kontrastreich.

CASIOProjektor

Die Projektion ist auch ohne Verwendung einer interaktiven Tafel vollständig interaktiv. Die Steuerung erfolgt über das drahtlose Whiteboardsystem IW2. Hierzu wird eine Sensorkamera auf dem Beamer befestigt, die die Bewegungen des zugehörigen Whiteboardstifts auf der Projektionsfläche an den PC übermittelt.

Durch Etablierung der Lehrkräftelaptops mit Touchscreen wird diese Ausstattung derzeit zurückgebaut.
Es hat sich auch gezeigt, dass die Justierung des Sensors im Alltagsbetrieb zu aufwändig ist und die Technik zu anfällig gegen äußere Einflüsse ist.

Die am HBGym entwickelten Lösungen bieten gegenüber interaktiven Tafeln mit UHP-Beamern eine wesentlich größere Tafel- und Projektionsfläche sowie eine signifikante Platz- und Kostenersparnis.

Realisierung der relevanten Kriterien:

  • Universalität:
    Variante I (Lehrkräftelaptop mit Miracast): PC mit Touchfunktion und eigener Kamera, sowie zusätzlich nach Wunsch Dokumentenkamera, DVD, Kreidetafel) jederzeit verfügbar
    Variante II (Vor-Ort-Installation): 5 Medien (PC, interaktives Whiteboard, Dokumentenkamera, DVD, Kreidetafel) jederzeit verfügbar
  • Qualität: brillante Projektion aller Inhalte, Tageslichtfähigkeit
  • Ökologie: kein Quecksilber in der Beamerlampe, geringer Energiebedarf (Gesamtsystem im Betrieb typ. 140W, Standby<1W), langlebig (mehr als 10 Jahre werden erwartet)
  • Ökonomie: geringe TCO durch reduzierte Gesamtsystem-Beschaffungskosten und geringe Wartungskosten (alle Komponenten wartungsfrei bis auf die notwendige PC-Systempflege und ggf. anfallende Reparaturen)
  • Benutzerfreundlichkeit:
    + kurze Einschaltzeiten (PCs werden vor Unterrichtsbeginn ferngesteuert hochgefahren, Start von SSD): Beamerstartzeit (<6s), PC Logindauer (<15s), Dokumentenkamera (sofort bereit), DVD-Startzeit (<20s)
    + einfache Bedienbarkeit durch zentrale Steuerung aller Auswahlen über die Fernbedienung des Beamers (auch Ton) = keine Umschalter, kein Umstecken
    + hohe Zuverlässigkeit (MTBF im Bereich vieler Monate)

Dokumentenkameras

Früher befanden sich in allen Unterrichtsräumen des Heinz-Berggruen-Gymnasiums  OH-Projektoren. Diese wurden 2018 dem FB Kunst für die Projektarbeit übergeben. In allen Unterrichtsräumen der Schule sind jetzt Dokumentenkameras installiert, um in jedem Fach die didaktischen Möglichkeiten nutzen zu können, die sich aus der systematischen Überlegenlegenheit von Dokumentenkameras gegenüber OH-Projektoren ergeben:
 
  • Die Qualität der Projektion und damit deren Lesbarkeit ist ein Vielfaches besser.
  • Es müssen keine Folien mehr im Vorfeld hergestellt werden; auch Buchvorlagen können projiziert werden.
  • Gegenstände, Anzeigen und sogar Versuchsaufbauten können abgebildet werden.
  • Die Abbildung kann stufenlos vergrößert bzw. verkleinert werden.
  • Es gibt keine Blendung durch die Projektionslampe und keinen nervigen Heißluftstrom mit Lüftergeräusch.

Prinzipiell lassen sich alle gängigen Dokumentenkameras über USB mit einem PC verbinden und so die Bilder sogar am PC weiter verarbeiten. Dafür ist jedoch der Start von Software und deren Bedienung erforderlich. Am Heinz-Berggruen-Gymnasium liegt der Fokus auf der schnellen Inbetriebnahme und dem möglichst simplen Betrieb der Dokumentenkameras, weshalb diese direkt mit dem Beamer verbunden sind.

Dokumentenkamera

Es kommt überwiegend das Modell VZ-1 von IPEVO zum Einsatz. Für einen Preis unterhalb dem eines OH-Projektors erhält die Schule eine 5 Megapixel-Kamera mit Autofokus, Hilfslicht und VGA-Anschluss. Der Abbildungsmaßstab lässt sich benutzerfreundlich über den Abstand Objekt-Objektiv einstellen.
Um die Kamera sicher zu verwahren aber keine Aufbauarbeit zu haben, sind die Dokumentenkameras auf Auszügen in den vielfach vorhandenen Wandschränken montiert und können bequem herausgezogen werden.

Box_offen

In Räumen, die nicht mit einem Wandschrank ausgestattet sind, ist eine verschließbare Medienbox montiert, in der die Dokumentenkamera, der PC, der DVD-Spieler sowie die Fernbedienungen untergebracht sind.

Mediabox1a

In der Box lassen sich alle Geräte so plazieren, dass ein schneller und sicherer Zugriff gewährleistet ist.

Box_Dokumentenkamera

Die Frontklappe dient nach Ihrer Öffnung als Standfläche für die Dokumentenkamera.